Ausgehend von der Tatsache, daß die ersten Lebensjahre hohe Bildungsmöglichkeiten bieten, gilt als wichtiges Lernziel auch die Förderung der kognitiven (geistigen) Entwicklung.

Diese darf jedoch nicht einseitig verstanden werden. Sie muss im Zusammenhang mit allen anderen Entwicklungsbereichen stehen, insbesondere der emotionalen und sozialen Entwicklung. Das heißt, die kognitive Entwicklung oder Förderung erfolgt in unserem Kindergarten nicht durch intelligenz- und leistungsorientierte Einheiten/ Beschäftigungen ( wie z.B. Arbeitsblätter), sondern nach dem Prinzip des ganzheitlichen Lernens.

 

Lernen durch Anschauung und

Erleben!

    Oder durch Ausprobieren und

    Experimentieren!

    So wie hier bei der Verkehrserziehung.

 

Kinder haben von sich aus ein starkes Bedürfnis, sich mit Dingen und Tätigkeiten intensiv zu beschäftigen, ihre Umwelt besser und komplexer zu begreifen und immer mehr Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben. Vor allem die Tätigkeiten Erwachsener, technischer Geräte sowie Tiere und Pflanzen finden ihr Interesse. Der Sprachbeherrschung, einem wichtigen Mittel zur differenzierten Kommunikation mit anderen, kommt auch hinsichtlich der kognitiven Entwicklung besondere Bedeutung zu. Sie ermöglicht es, Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und weiterzuleiten, sowie komplexe Denkprozesse zu entwickeln.

Aufgabe des Erziehers ist es, dem Informationsbedürfnis der Kinder möglichst nachzukommen, Fragen zu beantworten, Begriffe zu erklären und das Mitteilungsbedürfnis der Kinder zu unterstützen. In der Kindergartenpraxis bieten sich vielfältige Anlässe hierzu. Gespräche während verschiedener Situationen oder auch gezielte Gespräche über bestimmte Dinge. Kognitive Prozesse laufen jedoch nicht nur über Sprache ab. Kindgemäßes und ganzheitliches Lernen bedeutet auch, möglichst alle Sinne mit einzubeziehen und Lernen durch aktives Handeln anzuregen. Die Kinder lernen durch selbstbestimmtes und aktives Handeln mehr, als durch vorgegebene und festbestimmte Dinge.

Unser wichtigster Grundsatz ist, das Kind in allen Bereichen zu fördern. Nicht nur die intellektuellen Kräfte zu wecken, sondern auch die seelischen Anlagen zu berücksichtigen, um damit die Gesamtpersönlichkeit und die Schulfähigkeit zu entwickeln.