Hundeprojekt im Kindergarten „Pfiffikus“ in Pfarrweisach

Im Kindergarten Pfarrweisach fand im Juli 2007/ 2009/ 2011 und 2013 ein Projekt zum Thema: „Hunde helfen Menschen“ oder Keine Angst vor einem Hund statt. (wir versuchen dieses Projekt alle 2 Jahre durchzuführen)
Auf einer Wiese im Park: Zwei Schwestern laufen mit ihrem Pudel um die Wette, ein
zehnjähriger Junge wirft ein Stöckchen für seinen Golden Retriever und auf einer Bank kuschelt ein 15 jähriger mit seinem vierbeinigen Freund. Lauter Klischees? Nein.
Das ist Alltag mit den Hunden. Rennen, spielen, gemeinsam Spaß haben, aber auch Kummer teilen, voneinander lernen und aufeinander Rücksicht nehmen. Die Partnerschaft zwischen Hund und Kind ist etwas Besonderes.

Viele psychologische Studien belegen dies! Der Hund ist und bleibt der beste Freund des Menschen!

Doch der richtige Umgang mit einem Vierbeiner will gelernt sein. Viele bestehende Vorurteile, die leider allzu oft von Erwachsenen an Kinder „weitergegeben“ werden, können das richtige Verständnis zwischen Kind und Hund nachteilig beeinflussen und zu Missverständnissen führen. Durch diese Projektwoche und einer gezielten Aufklärung wurde das richtige Verhalten gegenüber Hunden anschaulich vermittelt. Hierdurch werden eventuell bestehende Ängste abgebaut und durch Verständnis und Respekt vor dem Hund untermauert.
Während dieser Projektwoche lernten die Kinder die Biologie, die Sprache des Hundes, verschiedene Hunderassen und Hunde mit „Job´s“ (die den Menschen helfen) kennen.
Dies geschah durch verschiedene Anschauungsübungen, Bildern und Bilderbücher, mit einem Film: Kinder und Hunde, beste Freunde und der Kontakt zu Hunden.

Drei verschiedene Hunde lernten die Kinder hier kennen.

Sie besuchten den Jagdhund „Asko“, einen achtjährigen Münsterländer und dessen Besitzer Rüdiger Kuhn. Hier lernten sie die Aufgaben und den verschiedenen Einsatz von jagdlich geführten Hunden kennen und Asko zeigte was er alles kann, er suchte, fand und brachte auch den „Hasen“ (Apportierholz) sofort zu Herrchen zurück. Die Kinder erfuhren das es verschiedene Jagdhunderassen gibt, die auch verschieden eingesetzt werden. Es gibt Vorstehhunde, diese Hunde zeigen das Wild an und apportieren die Beute wie z.B. eine Ente. Außerdem gibt es noch Hunde, die das Wild aufstöbern und so dem Jäger zu arbeiten. Die Kinder hatten hier die Möglichkeit mit dem Hund zu "arbeiten", sie durfen den "Hasen" verstecken, den der Hund suchen und apportieren musste. Den Kindern machte dieser erste Kontakt zum Hund sehr viel Spaß und Freude.

 

Bei Herrn Kuhn und seinem Hund "Asko"  

 


Am nächsten Tag besuchte uns ein ausgebildeter und geprüfter Rettungshund von der BRK Rettungshundestaffel Hassberge. Die Hundeführerin Heike Iffland erklärte und erarbeitete mit den Kindern die Arbeitsweise und Aufgabe eines Rettunghundes. So erfuhren die Kinder das Dusty Menschen sucht, die sich verirrt, verlaufen haben oder vermist werden. Wenn er jemanden gefunden hat zeigt er dies durch Bellen an, bis sein Frauchen zur Stelle ist und dem betreffenden helfen kann. Sie erfuhren auch, das diese Ausbildung sehr viel Zeit braucht und auch der Hundeführer muß hier einiges lernen; von Funkdisziplin, über die erste Hilfe am Menschen und auch am Hund bis hin zur Verwendung von Karte und Kompass um sich zu orientieren. Als Dusty dann bei der Unterordnung, bei einer Anzeigeübung und sogar bei einer kleinen Suche im Garten des Kindergartens zeigte, was er gelernt hat, waren die Kinder sehr überrascht und begeistert.

 

Diese Bilder zeigen Fr. Heike Iffland und

ihren Rettungshund "Dusty" bei den

Kindern.

 


Zum Schluß besuchten beide Kindergartengruppen noch Herrn Reuter mit seinem achtjährigen Border Collie „Maro“ einem Hütehund, der zum Schafe hüten ausgebildet ist.
Maro zeigte allen die Arbeit am Schaf und wie selbständig er „arbeiten“ kann. Herr Reuter beantwortete viele Fragen der Kinder und zeigte ihnen wie man Schafe einfängt usw.

 

 "Maro" und sein Herrchen zeigten

  uns die "Arbeit" an den Schafen.


Besonders freuten sich die „Kleinen“ über den Kontakt zu den einzelnen Hunden, sie durften sie anfassen und streicheln und zum Teil auch mit ihnen „arbeiten“ z.B. verstecken für den Rettungshund oder Stöckchen werfen für den Jagdhund. Gerade dadurch wurden auch bestehende Ängste ein stückweit abgebaut und Therapiert.
Diese sehr umfangreiche Projektwoche begeisterte alle Kinder, vertieft wurde das gelernte durch Bastelarbeiten wie: Rettungshund, Tontopfhunde und eine Hundemaske basteln; durch ein Hundelied und ein kleines Überraschungsgeschenk vom Elternbeirat des Kindergartens eine kleine Hundetasche. Frau Iffland die Leiterin des Kindergartens und das gesamte Team sind sich einig:
„ Tiere besonders Hunde sind gut für Kinderseelen“.
Und auch die Rückmeldung der Kindern zeigte, dieses Projekt wird bestimmt nochmal wiederholt.

 

„Haustiere sind gut für Kinderseelen Warum? -  Tiere müsste es auf Krankenschein geben. Kinder, die mit einem Tier aufwachsen haben ein stabileres Immunsystem und sie leben gesunder (sind mehr an der frischen Luft, bewegen sich mehr usw.). Kinder, die mit Haustieren aufwachsen, leiden seltener an Allergien als andere Kinder, außerdem senken sie den Stresspegel – sie beruhigen!