Projekt:

Der Natur auf der Spur - in Wald und Flur!

Die Kinder sollen hier den Wald als Lebensraum von Pflanzen und Tieren mit allen Sinnen, d.h. sehend, riechend, schmeckend, tastend und lauschend wahrnehmen; erkunden und erleben, schätzen und schützen lernen.

Da die Kinder während der Waldtage ohne vorgefertigtes Spielmaterial auskommen müssen - sollen Sie dadurch ideenreicher, phantasievoller und kreativer werden.

 

Ablauf dieses Projektes:

Wir treffen uns alle täglich bis 8 °° Uhr im Kindergarten.

Bitte pünktlich kommen!
 
Hier geht’s dann los, ab in die Natur. Wir laufen dann zum Wald, um dort zu spielen, Lager zu bauen, Bäume u. Tiere kennenzulernen usw.
 
Bitte schicken Sie Ihrem Kind einen Rucksack mit genügend Proviant, Getränken und einem Handtuch mit. (Bitte kein Joghurt und auch keine Tetra- Packs.)

 

Wir nehmen folgendes mit:

Bollerwagen mit Decken und Plane,  Klopapier und Schaufel, Wechselwäsche und Feuchttücher, Erste Hilfe Koffer, Mülltüten, Wasser, Fotoapparat, Fernglas und verschiedene Exkursions- Materialien wie Lupen, Bestimmungsbücher, Scheren, Packetband…  

Gegen 12.00 Uhr können sie ihr Kind wieder abholen.

Auch das Nachmittagsprogramm findet wie gewohnt statt.

Um Sie zu beruhigen,  nehmen wir auf alle Fälle ein Handy und die notwendigen Telefonnummern mit.

Wir möchten Sie jedoch bitten, Ihr Kind jeden Tag auf  Zecken zu untersuchen.

 

Noch ein Wort zur Kleidung!!! Wir werden, wenn es das Wetter zulässt täglich in den Wald gehen. (Falls es früh schon in Strömen regnet, bleiben wir natürlich hier.)  Wir hoffen natürlich auf Sonnenschein, aber auch ein Regenschauer im Wald hat seine Reize. Deshalb die Kinder nicht zu dick- aber wasserdicht anziehen. (Evtl. Regenjacke mitgeben)  Bitte auch auf gutes Schuhwerk achten, und bei Sonne die Kinder eincremen.  Sinnvoll wegen des Zeckenschutzes sind auch lange Hosen und Socken, die wir dann über die Hosenbeine ziehen können & eine Kopfbedeckung. Dennoch bitten wir Sie Ihr Kind täglich auf Zecken zu untersuchen.   

 

Der Ablauf unseres Projektes wird wie folgt sein:

In der ersten Woche stimmen wir uns auf unser Projekt ein, wir hören Geschichten über den Wald und dessen Tiere, wir lernen verschiedene Bäume und Pflanzen kennen und besprechen im Vorfeld  schon einmal alle Regeln, die für unsere Waldtage gelten.

Regeln wie:

Wir bleiben nur in Sichtweite

Alle sichtlichen Grenzen werden eingehalten (Diese laufen wir natürlich vorher gemeinsam ab.

Es wird nichts zerstört, aus- oder abgerissen.

Zum kreativen Gestalten wird nur herumliegendes Holz benutzt.

Tiere werden nicht gestört oder geärgert. Das beinhaltet auch
leise sein.
 
 Unbekannte Pflanzen, Pilze oder Beeren können giftig sein,
deshalb wird nichts in den Mund gesteckt.

  Unser Müll wird gesammelt und wieder mit zurückgenommen.

Wir essen nur gemeinsam an unserem „Essplatz“

 Wer auf Toilette muss soll uns Bescheid sagen und wir gehen nur auf „unser Klo“. Bestimmter Platz der für alle Kinder gilt.

Stöcke werden nicht in Gesichtshöhe gehalten und es wird damit nicht gerannt.

  …

 
In der zweiten Woche geht’s ab in „unser“ Waldstück: Wir beginnen den Tag im Wald gemeinsam, mit einer kurzen stillen
Phase und wiederholen unserer Regeln.
 
 

Wichtig ist uns, den Kindern mit diesem Waldprojekt

* neue, andere, alternative, unbekannte Erfahrungsfelder           anzubieten

* Kindergartenleben auch außerhalb unserer Insel „Kindergarten“ zu erfahren

* Kindern Möglichkeiten der Bewegung und des Spiels in einem freuen, nicht gegrenzten Raum anzubieten

* die Gruppe mit ihren Grenzen und Möglichkeiten in einer anderen Umgebung zu erfahren

* die Natur mit allen Sinnen – hören/ sehen/ fühlen/ riechen zu erkunden

* Spielen und Arbeiten mit anderen Materialien (ohne Lego,Duplo …) und Möglichkeiten nutzen und genießen

* in der Natur Ruhe / Abenteuer/ Fantasie / Bewegung erleben

* in der Natur die Welt erfahren/ erforschen/ erkunden/ beobachten

           Entdeckungen auf dem Weg zum Wald
            Was kriecht und krabbelt denn da ?

 

Der Wald als Lebens- und Erfahrungsraum

Kinder brauchen Natur und Kinder lieben echte Abenteuer. Sie mögen Abwechslung und Bewegung, aber auch Ruhe und Entspannung. Der Wald ist dafür ideal geeignet. Der Wald ist für die Kinder ein Abenteuer-spielplatz der besonderen Art. Er ermöglicht den Kindern intensive Naturerlebnisse und bietet viel Raum für ihre Bewegungs- und Entdeckungsfreude. Im Wald werden Dinge bemerkt, die einem vorher nicht bewusst waren und die Kinder werden mit Situationen konfrontiert, die für sie ungewohnt oder neu sind. Äste die im Weg liegen oder der unebene Boden stellen für die Kinder eine Herausforderung dar. Die Kinder schulen hier ihre motorischen Fähigkeiten und entwickeln dadurch Vertrauen in ihren eigenen Fähigkeiten. Der Wald, ohne vorgefertigte Spielsachen regt die Kinder zur Fantasie und Kreativität an, ein Tannenzapfen wird zum Indianer und ein Stück Rinde zum Pferd usw. Die Kinder werden zum eigenen Handeln herausgefordert. Mit Neugier und Offenheit sammeln Kinder im Wald eine Fülle sinnlicher Erfahrungen. Beim Tasten, Riechen, Hören und Fühlen  werden Sinne angesprochen, die im Alltag nur wenig genutzt werden. Dadurch wird die Körperwahrnehmung differenziert und geschult. Sie lauschen den Vogelstimmen, ertasten die unterschiedlichen Baumrinden und entdecken einen Käfer oder ein Spinnennetz. Sie spüren den Boden unter ihren Füßen und schnuppern den modrig – feuchten Geruch der Walderde.

Das Sozialverhalten und der Gemeinschaftssinn in der Gruppe können durch einen Aufenthalt im Wald positiv beeinflusst werden. Der Aufenthalt im Wald ermöglicht aus pädagogischer Sicht für die gesamte kindliche Entwicklung förderliche Erfahrungen, die in vergleichbarer Form und Vielfalt kaum in einem anderen  Umfeld gemacht werden können. Im behutsamen Umgang mit den Pflanzen und Tieren des Waldes lernen die Kinder ganz nebenbei die Natur zu schätzen und zu schützen.

An einem Tag werden wir von einem Jäger (Herr Oppelt oder Herr Kuhn) begleitet, der uns einiges über den Wald und dessen Bewohner berichtet. Außerdem werden wir hier auf verschiedene Tiere stoßen.

Zwischendurch machen wir alle gemeinsam Brotzeit, an einem bestimmten Platz. Und räumen unsere Sachen auch selbständig wieder auf. Zum Abschluss besprechen wir, was uns heute gefallen hat, oder was wir alles entdeckt haben und laufen gemeinsam wieder zurück zum Kindergarten.

In unserer letzten Woche dieses Projektes besprechen wir unsere gesammelten Erfahrungen und werten diese gemeinsam aus.

 

Brotzeit im selbstgebauten Tippi

Entdeckungen mit der Lupe